joana preiss






bissken dünn

mögen Sie so etwas?


ich habe ja eher aufs gesicht geschaut. und "mögen" ist nicht wirklich das, worum es dabei geht. und mittlerweile kommt mir das wie so ein pavlovscher reflex vor, anlässlich einer dünnen frau sofort gefragt zu werden, ob man dünne frauen (plural) mag. so wie man anlässlich einer irgendwiebrüstigen (groß, klein, was weiß ich denn) frau sofort gefragt wird, ob man irgendwiebrüstige frauen mag. dieser reflex, etwas so schnell für ein exempel, ein muster, ein schema zu halten. rätselhaft.


"mögen" im weitesten sinne, da die fotos der dame nicht gerade, ja was nun?, nicht gerade der style der modefotografie sind, den ich bei Ihn jetz vermuten würde. und daher die frage


sind ja verschiedene. ich mag die rockisten-attitude auf manchen von den fotos. die androgynere abteilung, auf denen die untere hälfte des gesichts kantig ist. den kleinen spalt zwischen den oberen schneidezähnen. die nase auf dem gesichts-close up. die unterarme. ich mag, dass ich das gefühl habe, ich könnte mit ihr viel vodka saufen. oder rauchen. oder ipod playlists traden. ich mag, dass ich das gefühl habe, dass sie noch bessere platten machen könnte als die ersten beiden von patti smith. so irgendwas.


melencolia I

vielleicht auch: eine subtil blasierte unnahbarkeit zunaechst. die aber eigentlich ein zarter zug von schwermut ist. den zu entaeussern sie sich, aus beruflichen gruenden, nicht gestatten kann. in paris indessen, abends nach dem shooting, geht sie ins quartier latin, um sich die spaeten bergman-filme anzusehen. oder liest abermals benjamins "ueber den begriff der geschichte". oder geht einfach nur koksen im "les bains douches".


im bains bin ich einmal eine nacht lang gesessen mit valerie kaprisky, seitdem mag ich die melancholie der bains und von schauspielerinnen in der baisse sehr gerne und wenn Sie wollen, herr frank, können Sie gerne hier einen contributor-status geschenkt bekommen, das habe ich zwar noch nie gemacht, mais....


OT: das war eine sehr schöne Liebeserklärung.


big night out: ein ontischer gottesbeweis

meine beste nacht im "bains", april 97: anderthalb stunden lang mit leonardo di caprio an der bar gestanden und - dabei von nostalgie geradezu durchdrungen - ueber ferien bei oma und opa gesprochen. die restliche nacht mit einem aethiopischen model namens jazz (sic!) das world food programme im oestlichen afrika diskutiert. auf dem nachhauseweg dann 500 francs gefunden. geglueckte dauer, im kleinen!

"contributor-status" - ¿que cosa es?


nicht mehr im kommentarbereich herumkommentieren müssen, sondern im gogo-käfig tanzen, hinter den decks stehen, die lines auf der theke auslegen dürfen. oder so ähnlich.


klingt doch ganz reizend! aber wie geht das operational?


schon passiert.


note

2 myself: Kathrin anrufen und fragen, ob sie für die nächste cpd Karten hat.