Nie wollte ich dringender sekundärer Analphabet werden als nach der mailfrischen Ankündigung Druckfrisch - neue Bücher mit Denis Scheck.






Was ist an Nooteboom schlimm?


die einzige literatursendung, die ich okay finde, ist das literaturgespräch da auf 3sat mit cohn-bendit. (naja, heidenreich hat mich auch nicht wirklich gestört).

aber scheck, den und seine sendung finde ich nun wirklich über maßen schrecklich, kann man sich rauspicken, was man will. ihn selbst, seine langweiligen und voraussehbaren interviewfragen, das überflüssige kamerageflicke, die "abfertigung" der bestsellerlisten usw. usf.


Zu nervös. Zuviel Setup und Gimmicks statt Inhalte.


Meinen Sie Scheck oder Nooteboom? Falls ersteres, kann ich nix zu sagen mangels Fernsehn. Falls letzteres: nervös nicht, eher überladen, ein wenig barock. Und sehr bildhaft. Hat mir zu Zeiten gut getan, auch das Rückwärtszerfasern jeder Figur und jeder Szene durch die Zeit. Mag andererseits auch nerven, wenn man Inhalt (Erkenntnis?) erhofft.


Ich meinte die Sendung. Von Cees Noteboom habe ich noch nichts gelesen, ich kann mich nur erinnern, dass er seinerzeit gemeint hat, Pim Fortuyn sei nicht so schlimm, wie von vielen europäischen Medien dargestellt. Da war ich anderer Meinung, würde aber Herrn Noteboom allein deswegen nicht in irgendeine dunklere Ecke stellen wollen.


Ich trau ihm da schon ein sinnvolleres Urteil zu als mein eigenes nur-Medien-nicht-holländisches. In einer dunklen Ecke vermute ich Nooteboom sicher nicht.

"Rituale", kurz, und "Allerseelen" (im November zu lesen) kenn ich und kann ich - wenn man Ruhe dazu hat - empfehlen.