[Aesthetik]
Die Myriad (OpenType) ist ein elegantes Vehikel für kompliziertere Schriftsätze.
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sknecht, 22. März 2004, 12:07
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praschl, Montag, 22. März 2004, 12:22
nicht schlecht, ist mir erstaunlicherweise bisher entgangen

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kerleone, Montag, 22. März 2004, 16:39
Bei der Gelegenheit: Ich suche eine Möglichkeit, auch komplizierte lautsprachliche Symbole zu schreiben, z.B. runde Bögen unter einem i oder u, oder zwei Punkte auf einem e. Am besten für OpenOffice.

Mir wäre schonmal geholfen, wenn man mir sagt, wie die korrekte Bezeichnung für so eine Schrift ist.

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nun, da gibt es verschieden gute Möglichkeiten:



Das ist der Zeichensatz der StoneSans als Phonetic Alternate. Damit kann man nur jene Zeichen abbilden, die in der Schrift schon vorhanden sind.

Die Times Phonetic IPA sieht so aus (Ausschnitt):


... löst Ihr Problem aber wahrscheinlich auch nicht.

Andernfalls gibt es Ligaturen zu Schriften, meist mit dem Suffix "Expert" bezeichnet. Aber auch da geht nur, was die Schrift bereits kann.

Für OpenOffice kommen dann sog. "OpenType" (OTF) Fonts zur Anwendung, die sind meines Wissens plattformübergreifend und sehr elegant in der Anwendung. Allerdings werden diese Formate noch nicht flächendeckend als OTF angeboten.

Was Sie ja eigentlich brauchen, ist eine Option, die es gestattet, ein Zeichen aus einem Font mit einem anderen zu "überdrucken", also ein ligaturähnliches Symbol einzubeschreiben, darunterzulegen o.ä.? Das ist IMHO schon die hohe Schule der Typografie. Ob OpenOffice das hergibt, weiss ich nicht. Da müsste man selbst in Quark oder InDesign eine Weile suchen um das hinzukriegen.

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Open Type ist gut. Ms. K. kennt sich mit solchen Problemen übrigens sehr gut aus. Vielleicht kannst Du sie mal fragen, KerLeone.

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und wenn Sie wissen, wie man das macht, dann bitte eine Antwort auf diesem Sofa. Interessiert mich auch, wenngleich ich mein Lebtag keine Anwendung dafür haben werde ...

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Diesen Ligaturentrallala konnten doch schon die Expert-Fonts mit der Schrifttechnologie des alten Mac OS, wenn ich mich recht entsinne. Sowas sollte das OS machen, nicht die Anwendung.

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wenn man zufälligerweise am richtigen OS sitzt, ja.

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Quickdraw hiess das. Für Fremdsprachensatz ist der Mac immer noch erste Wahl, vermute ich.

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Die Gentium könnten Sie auch ausprobieren, die ist frei und plattformübergreifend.

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Vielen Dank für die Infos! Gentium ist schonmal ganz gut, aber ein i mit einem Bogen darunter habe ich dort auch nicht gefunden. Mal bei anklingeln.

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Im Extremfall kann man auch mit einem Font-Editor nachhelfen: fontforge.sourceforge.net oder, kommerziell, Fontlab. Ich weiss gar nicht, ob es Fontographer von Macromedia noch zu kaufen gibt. Wird schon seit längerem nicht mehr weiterentwickelt.

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Klingeling
So Dinge mit Bögen drunter brauchte ich noch nie. Aber vielleicht hilft Ihnen das weiter? Bei SIL würde ich jedenfalls zuerst suchen, ham Sie aber wahrscheinlich eh schon, weil Gentium auch da angeboten wird.

Ansonsten: Arial MS Unicode sollte so ziemlich alles haben, was man braucht (allerdings auch um den Preis von 23 MB und ohne echte Kursiven und von Siewissenschonwem und nicht mehr gratis sondern nur mehr mit Siewissenschonwer-Produkten gebündelt). Nützliches vielleicht auch bei der Tibetan & Himalayan Digital Library.

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Halt,
es geht doch:


Allerdings nicht sonderlich zufriedenstellend, da das Zeichen nicht ursprünglich vorhanden ist, sondern rückwirkend unter das i geschoben wird. Das passt dann natürlich nicht immer genau.

Ein guter Aufsatz, der die ganzen Probleme mit solchen Zeichen beschreibt, ist Problems of diacritic design for Latin script text faces (PDF).

OpenType konnte ich nicht testen, weil ich keine kostenlose Schriftart gefunden habe.

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@katatonik:
Danke für die Hinweise. Mit IPA-Unicode und Arial-Unicode ist es dasselbe Problem: Der Breve für unter den Buchstaben ist als Zusatzzeichen vorhanden und sitzt deshalb nicht so schön.

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Die beste Lösung


Der Schriftsatz Titus Cyberbit hat wie jeder andere Unicode-Zeichensatz die sogenannten diakritischen Zeichen wie etwa den Breve unterhalb des Buchstabens eigentlich nur als Zusatzzeichen. Es gibt aber wohl in jedem Unicode-Schriftsatz (dessen Belegung genormt ist) einen "Bereich für den privaten Gebrauch" oder wie es bei StarOffice heißt, "Zeichensatzspezifische Symbole". Während der bei Gentium leer ist und bei Arial Unicode voll mit komischem Zeugs, findet sich bei Titus Cyberbit eine ganze Palette lateinischer Buchstaben mit diakritischen Zeichen. Die erscheinen dann ordentlich und ohne Verschiebung.

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Na prima! Jetzt musst Du nicht mal basteln :)
Und wie steuerst Du die diakritischen Zeichen an? Code direkt eingeben, scheint mir mühsam.

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Eine Möglichkeit (bei OpenOffice) ist, über Extras->AutoKorrektur Ersetzungen zu definieren, das wandelt dann z.B. ~n in n-mit-tilde um.

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Auf W**dows gibt's dafür Keyman, schönes freies Programm, mit dem man sein Keyboard (auch mit Unicode) belegen kann, wie man will. Der Editor fürs Schreiben (Keyman Developer) kostet, wenn man nicht jedes Mal beim Aktivieren des Wunschkeyboards eine Wegklick-Warnbox sehen möchte. In StarOffice bzw. OpenOffice allein kann man Sonderzeichen auch über Makros an Tasten anbinden. Auf Linux geht das alles mit Rumgefrickel in .Xmodmap-Dateien, allerdings auch nicht bei allen Setups (hab nie verstanden, wo warum schon und wo warum nicht).

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Ja genau, entweder ich mache das mit Autokorrektur, oder ich gebe die Zeichen einzeln ein. Ich bin ja kein Linguist und werde das nur hin und wieder benötigen.

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Wun-der-bar!
Die Gentium ist wunderschön. Bin ganz verliebt. Vielen Dank dafür, das ist eine echte Bereicherung!

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not so OT
Können wir bitte öfter über Schriften reden?

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Werden wir müssen. Bei uns steigen gerade die drei Zürcher Grossverlage geschlossen von Mac auf PC um. Dabei habe ich mich doch gerade erst an den Mac gewöhnt. Hab mir auch so ein Heft über OpenType besorgt, das muss ich noch genauer durchlesen. Finde ich grossartig, dass es das gibt, aber es kommt 10 Jahre zu spät. Vielleicht hat man auch 10 Jahre gebraucht, um das zu entwickeln und in allen Gremien durchzusetzen.

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