dafür habe ich heute nachmittag eine cd gehört, bei der ich fast in tränen ausgebrochen bin, weil: zuletzt mit 16, ach ja, achi noch gelebt, schweres vinyl noch, schillinge noch und der plattenladen da beim ohnepausekino. das beste an der erfindung der cd für mich immer nur: dass alles noch so entlegene irgendwann wieder rausgekommen ist. die industrie als gedächtnisapparat (hey, und dabei sollte das gar nicht der job von so innovationsfreddies sein, das muss mein job sein, der des grumpy old man, der verblühten jugend nachtrauernd, aber nee, die sind alle nur noch retro, jemand die comeback show auf pro sieben gesehen? ich würde ja gerne f.r.david dabei gehabt haben, mit words don't come easy, einem meiner favorite anthems). mich sofort gefragt, wie das später mal bei stella sein wird, wenn sie mal so oll ist wie ich jetzt und musik keine physikalischen träger mehr hat, wie soll das wieder im wiederfinden dann gehen. na ja, eh wurscht, dann bin ich eh schon tot.






trinkt er vorzugsmilch?

ist er scientologe?

fehlen ihm oftmals die worte?

was macht f r david eigentlich heut?

(ich hasse das lied von ihm von früher)


f.r.david aujourd'hui

Aujourd'hui F.R.DAVID vient de signer chez Inca pour un nouvel album qui comprend des anciens titres (notamment différentes versions de " Words ") ainsi que des nouveaux titres, tous réenregistrés et produits par Bertoni.


Vorzugsmilch ist wunderbar.


golden slumbers

die freude des wiederfindens ist groesser als die des entdeckens, so freddy words don't come easy nietzsche.

die industrie ist wohl kein gedaechtnisapparat, sie nutzt nur den nostalgischen impuls aelterer damen und herren um re_editions moeglichst teuer an die kaeufer zu bringen. und wie eben immer neue formen gefunden werden um waschmittel zu verpacken, werden auch immer neue wege gefunden um z.b. alte platten zu verscherbeln, sacd ist der letzte trick.
das wieder im wiederfinden aber wird ausgestorbener sein als rasentennis in mitteleuropa, ein grund mehr zum beispiel den i pod als beliebigkeitsmaschine zu hassen.

ich sitze durch einen dummen zufall gerade {mit ipod} in cancun, vor dreissig jahren war hier nichts und jetzt fressen abend fuer abend sechzigtausend amis burritos und falls man jemals von der hoffnung angegriffen wurde, dass alles wieder gut werden koenne, muss man sich bloss einen nachmittag hier aufhalten und ist auf dauer kuriert. weiss nicht ob das eine nebenwirkung des alterns ist, aber die einbahnstrassenhaftigkeit, die verfallsgeschichte der postmoderne, das ueberschrittene haltbarkeitsdatum der welt zeitigen dann doch eine melancholie, gegen die ich keine impfung finde.

musik jedenfalls ist allen freuden des entdeckens, verlierens und wiederfindens enthoben {wuerde wetten, dass alle ihrer alten platten innerhalb von zwei wochen als cds bei ihnen im briefkasten liegen koennten} und es tut mir leid das zu sagen, schon jetzt und nicht erst wenn wir dann endlich eh schon tot sein werden.


Platz 29 von 167.000 bei Google unter dem Suchbegriff "F.R. David"

Von dort komme ich gerade. Ich kenne nur das Lied von Fischmob, das Herr Cursor eingangs erwähnte und seit 6 Jahren frage ich mich: "Wer ist eigentlich dieser F.R. David?" ohne allerdings bislang aktiv nachzuforschen.

Google scheint aber nur 166.999mal Songtexte von ihm zu kennen.

Sagen Sie mal, Herr Praschl: Wer ist eigentlich dieser F.R. David?

David

Trinkt er Vorzugsmilch
Oder lieber Coca-Cola Light?
Hat er Frauen und Kinder
Oder plagt ihn abends machmal Einsamkeit?
Trägt er Giorgio Armani
Oder Turnschuh und Blue-Jeans?
Ist er Scientologe
Oder der nette Mann von Kundendienst?
Denkt er oft an alte Zeiten
Hört er sich noch oft die alten Platten an?
Fehl´n ihm oftmals die Worte...

Was macht F.R.David eigentlich heut?


franzose, so viel ich weiß, klassisches one-hit-wonder, eurotrash, frühe 80er, discos weit draußen vor den toren der stadt, autoscooter-soundtrack, all so was. das lied, für das ich ihn innig "mag" (quote: "(mh, waren das jetzt verstärkende oder ironische anführungszeichen?)"), heißt words don't come easy (@amazon gibt's ein paar real audios). ist halt für mich so ein hysterisches schreibblockadenlied, ganz stumpf. jörg-uwe albig hat vor einigen jahren im hamburger kunstverein eine ausstellung zu diesem lied kuratiert, die sehr fein war.


Jetzt macht es Sinn, daß Fischmob im o.g. Lied "Fehl´n ihm oftmals die Worte... - words don't come easy" singen... ;)


tunesier.